Mach ich mir selber!

Manchmal braucht man nur seine Couch und ein möglichst dümmliches Fernsehprogramm, um Kopf und Seele ein bisschen Laissez-faire zu gönnen. Auf Dauer ist das doch aber ziemlich langweilig, deshalb habe ich angefangen, mir an den Feierabenden, an denen nichts ansteht, neue Dinge beizubringen. Das hat gleich mehrere Vorteile …

Weben

Zum einen darf unser Gehirn beim Dazulernen wieder ein bisschen in sich herumbauen und hängt nicht träge in der Gegend rum. Das soll nicht zwangsläufig in Arbeit ausarten, denn das tun wir ja schon den restlichen Tag über. Im Gegenteil, es kann sogar total entspannend sein. Bei Makramé und beim Zeichnen kann ich zum Beispiel extrem gut abschalten. Die Handgriffe steuern sich quasi von alleine und auch wenn ich die ganze Zeit bei der Sache bin, muss ich mich nie sonderlich anstrengen, sondern lasse einfach passieren. Klingt etwas esoterisch, aber letztlich ist es nichts anderes, als sich in einer Tätigkeit zu verlieren. Das kann aber genauso gut beim Klavierspielen sein oder beim Laubsägen für Anfänger.

Zeichnung: WolfsmädchenMakramé-WandbehangWolkenkuckucksheim_Makrame-Wandbehang_selbstgemacht

Wahrscheinlich der allerbeste (Neben-)Effekt: Ich habe am Ende ein Produkt – und zwar im besten Fall eins, das ich genau so gestaltet habe, wie es mir am besten gefällt. Und dabei ist es egal, ob ich jetzt lerne zu weben, zu kochen, zu gärtnern oder Suaheli zu sprechen. In den allermeisten Fällen kann ich hinterher etwas mit dem Gelernten anfangen. Und wenn nicht, auch gut, solange es Spaß macht 🙂

Klar, ich kann mir wunderbar Bilder oder kleine Teppiche bei Etsy oder sonstwo kaufen und natürlich mache ich das auch. Aber ein Gegenstand steigt unheimlich in seiner ideellen Wertigkeit, wenn man weiß, was alles drinsteckt und wie viel Mühe er gekostet hat.

Gewebter WandbehangTerrariumHandlettering

Das Fantastische an unserer heutigen Welt ist, dass es so furchtbar einfach ist, neue Dinge zu lernen. YouTube ist hier mein persönliches Füllhorn, das nur so überquillt vor Tutorials, Beschreibungen und Anleitungen, denn für jedes Hobby (wirklich jedes!) gibt es irgendwo da draußen eine Community, von der man lernen kann.

Zum Glück ist alles, was einen DIY-Stempel trägt, auch noch super angesagt, was nicht nur die Toleranz für das perfekt Unperfekte erhöht (wer ist schon in allem ein Naturtalent?), sondern uns auch über sämtliche Kanäle, von Pinterest bis Printmedium, mit Ideen und Hilfestellungen versorgt. Man muss nicht mal selbst kreativ sein, sondern einfach nur Lust haben, etwas Neues auszuprobieren.

Bei mir gibt’s auch ein paar Anleitungen: Zum Terrarium geht’s hierlang und hier könnt ihr klicken, um zum Makramé-Schlüsselanhänger zu kommen.

MalereiMalerei und Handlettering

Ich hoffe, dass ihr Lust bekommen habt, irgendwas Neues auszuprobieren. Lasst mir doch einen Kommentar da, was das Letzte war, was ihr euch beigebracht habt! Und wie lässt sich bedeutungsvoller schließen als mit Gandhi:

“Live as if you were to die tomorrow. Learn as if you were to live forever.” 
– Mahatma Gandhi

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2 Gedanken zu “Mach ich mir selber!

  1. Alicja Parks, blogger at Lost behind the mirror schreibt:

    Ich mache das auch gerne, ich sehe nie einfach nur fern, ich mache auch immer was nebenher. Die Makramee Sachen faszinieren mich, das will ich unbedingt auch noch lernen und das Terrarium DIY werde ich mir gleich mal reinziehen und speichern, das möchte ich nämlich nachmachen.

    Gefällt 1 Person

    • Wolkenkuckucksheim schreibt:

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Makramee ist tatsächlich sehr viel einfacher als es auf den ersten Blick aussieht. Wenn man den Dreh erst mal raushat, kann man wunderbar abschalten. Und das Terrarium beherbergt mittlerweile schon die zweite Generation, weil die erste zu groß geworden ist 🙂 Verlink mich gerne, falls du Bilder hochlädst – bin gespannt!

      Gefällt mir

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